Welche Kamera eignet sich für Einsteiger oder Hobbyfotografen?
Einsteiger,  Fotografie,  Wissen

Die richtige Einsteiger-Kamera für Anfänger oder Hobbyfotografen

Was für eine Kamera brauche ich, um richtig gute Fotos zu machen? Muss es eine teure Spiegelreflexkamera sein? Reicht eine Bridge-Kamera für Einsteiger? Welche Wahl ist für einen Einsteiger die Beste?

Muss Fotografie teuer sein?

Bin ich gezwungen für gute Fotos viel Geld auszugeben? Diese Fragen versuche ich dir in diesem Beitrag zu beantworten. Auch ich habe mir diese Fragen am Anfang gestellt und mich wochenlang durch Test-Seiten und Blogbeiträge gescrollt. Ich wollte nicht das Falsche kaufen! Ich wollte gleich alles richtig machen, damit es mit dem Fotografieren sofort richtig losgehen konnte und der Fun-Faktor nicht zu kurz kam. Nun… zu welchem Ergebnis bin ich selber gekommen und hat es sich am Ende als die richtige Entscheidung erwiesen? 

Welche Kamera ist nun die richtige für Einsteiger?

Lienen bei Sonnenaufgang. Panorama aus 14 Einzelbildern. Fotografiert von Sandra Viehweg.

Zunächst einmal sei die Frage gestattet, wer bin ich überhaupt und kann ich was Wesentliches zum Thema beitragen?

Wer bin ich?

Hallo, ich bin Sandra, Dipl. Designerin (FH), Illustratorin und Fotografin. Du bist in einem meiner Blogbeiträge gelandet und hast die Gelegenheit, dich hier auf meiner Internetseite mal in Ruhe umzuschauen. Ich fotografiere für Bücher und für eigene Illustrationen, die ich dann mit meinen Fotos kombiniere. Du findest Beispiele auf meiner Fotografie-Seite und in meinem Foto Portfolio. Ich arbeite seit über 15 Jahren im Bereich Grafik und Illustration und denke schon, dass ich das ein oder andere ganz gut beurteilen und weitergeben kann.

Nun zurück zur Eingangsfrage: 

Welche Kamera ist die richtige für Einsteiger?

Ganz ehrlich? Es spielt heutzutage fast keine Rolle mehr, wofür du dich entscheidest. Sogar dein Handy macht ausgezeichnete Bilder, wenn es relativ neu ist. Das nachfolgende Bild habe ich mit meinem alten S7 von Samsung fotografiert. Es steht meiner Spiegelreflexkamera in nichts nach, nur so groß vergrößern, das ich es in DIN A3 oder DIN A2 an die Wand pinnen kann, das kann es noch nicht. Aber auch das wird bald auf dem Markt sein. 

Also ist die Kamera egal?

Der Standort ist entscheidend - Beispiel für gute Handyfotos
Gewitter über Bad Wildungen

Im Grunde schon. Ich behaupte mal ganz frech, dass die Art der Kamera fast völlig unwichtig ist. Es gibt Menschen, die machen auch mit einer 10.000 Euro teuren Ausrüstung keine guten Fotos. Und andere brauchen nur ein kleines Handy für tolle Aufnahmen. Warum ist das so?

Nun ganz einfach, die Kamera macht nur „klick“. Und sie macht nur „klick“, wenn du auf den Auslöser drückst. Egal wie viele Einstellungsmöglichkeiten und Knöpfchen so eine Kamera bietet, sie macht nur dann ein gutes Foto, wenn derjenige, der sie bedient, weiß, was er da tut.

Als Einsteiger ist das Üben wichtiger, als die Art der Kamera, die er dazu benutzt.

Für einen Einsteiger ist die Art der Kamera erst einmal unerheblich, er muss zunächst die Fotos sehen lernen.  Etwas über Bildaufbau, Farben und Kontraste lernen. Mit welcher Kamera er dies lernt, ist dabei egal.

Nebeliger Sonnenaufgang über dem Küstenort Süssau an der Ostsee

Die richtige Frage ist also nicht: „Welche Kamera ist für Einsteiger die Richtige?“ Da kannst du dich sowohl für eine günstige Spiegelreflexkamera, als auch für ein modernes Handy entscheiden und machst dabei eigentlich kaum was falsch. Die richtige Frage lautet:

Was willst du fotografieren und was brauchst du für Wissen dafür?

Diese Frage solltest du dir vorher stellen! Was genau interessiert mich an der Fotografie? Möchte ich Landschaften fotografieren? Möchte ich Porträts machen? Meine neugeborene Tochter festhalten und bei ihren ersten Schritten begleiten? Möchte ich Makros machen? Oder einfach alles auf einmal?

Kameras für Einsteiger. Reicht ein einfaches Handy?

Das vorhergehende Foto hat mein Mann gemacht, mit einem günstigen Baustellenhandy, das eine scheußliche Auflösung hat. Trotzdem ist das Foto gut. Warum? Weil er das richtige Licht und den richtigen Moment erwischt hat. Und genau darauf kommt es bei der Fotografie an. Wenn du z.B.: Porträts fotografieren möchtest, solltest du dir ein paar Bücher zum Thema besorgen und dir dann erst überlegen, was du für eine Kamera brauchst. 

Wichtige Fragen vor dem Kauf

Folgende Fragen sind bei der Entscheidung hilfreich:

  1. Wie groß möchte ich die Fotos ausdrucken lassen? 
  2. Oder brauche ich sie nur digital fürs Internet?
  3. Wird mir das ganze soviel Spaß machen, das sich eine teurere Anschaffung lohnt?
  4. Fotografiere ich sehr viel mit dem Handy, oder mache ich nur wenige Schnappschüsse damit?
  5. Habe ich Respekt vor teurer Technik?

Auch ich hab mir am Anfang diese Fragen gestellt. Ich wusste bereits aus meiner Uni-Zeit, dass ich große Freude an diesem Thema entwickeln könnte. Ich fotografierte bereits leidenschaftlich gerne und viel mit dem Handy und wollte mir die Bilder auch gerne auf größerem Format rahmen. Darum habe ich mich zu Beginn meiner Fotografenzeit auf eine Einsteiger-Spiegelreflexkamera verlassen. Ein nicht allzu hochpreisiges Modell, das ich heute noch besitze und benutze. 

Warum ein Einsteigermodell auch völlig ausreicht

Warum hatte ich mir nicht gleich was „Ordentliches“ gekauft? Ganz einfach, der Geldbeutel war schmal, die Kamera konnte alles, womit ich mich damals beschäftigen wollte und ich hatte trotzdem mächtig Respekt vor dem, für mich dann doch teuren Ding. Am Anfang habe ich sie nicht in den Dreck gelegt. Ich hatte Angst vor jedem Regentropfen. Ich hatte mich für ein günstigeres Modell entschieden, weil es ausreichend ist, um damit zu lernen. Denn für meine Art der Fotografie musste ich den Respekt vor der teuren Technik verlieren. Ich lege die Kamera sehr oft auf den Boden und der ist natürlich schmutzig.

Blaue Stunde an der Ostsee - Das richtige Licht in der Fotografie

Es ist wichtig, das man weiß, was man mit dem Schätzchen alles machen kann und darf und man muss die Scheu davor verlieren. Es ist am Ende nur ein Arbeitsgerät und genau darum reicht am Anfang ein günstiges Modell. Und wenn du mit dem Handy nur Schnappschüsse machst und noch nie in ein Fotobuch geschaut hast, dann rate ich dir, bleib erstmal bei dem Handy und setz dich mit der Sache auseinander, denn die teure Bridge- oder Spiegelreflexkamera wird vermutlich nicht lange interessant sein und schnell im Schrank landen.

Für gute Fotos musst du auch mal früh aufstehen, oder das Abendessen und das Fernsehprogramm sausen lassen. Denn nur mit dem richtigen Licht, zur richtigen Zeit, machst du richtig gute Fotos. Und das will gelernt und geübt sein. Das ist viel Arbeit. 

Du siehst, welche Kamera du dir kaufst, ist nur von zweitrangiger Bedeutung. Frag dich zunächst, was du machen möchtest und ob du bereit bist, dich damit länger zu beschäftigen.

Frauenfigur auf dem Hasefriedhof in Osnabrück. Bedeckter Himmel - perfekt für gute Fotos.

Wenn du mehr zum Thema Fotografie wissen möchtest, schau dir einen der anderen Blogbeiträge hier an. Ich empfehle dir: „Das richtige Licht in der Fotografie“ und „Spiegelreflex oder Handy? Tolle Urlaubsfotos nur mit dem Handy?

Auch zum Thema Bildbearbeitung wirst du hier fündig und wenn du Spaß an der Sache hast, dann trag dich in meinen Newsletter ein, der ist gratis und werbefrei – also ohne Affiliate-Links. 

Alles Liebe,
deine Sandra

Alles mit Liebe gemacht! Hier wird mit Herz und Verstand gearbeitet.

Ich arbeite seit über 15 Jahren als Grafikerin und liebe es Bücher und Kalender zu gestalten. Nun unterstützt mich bei meiner Leidenschaft das Team von www.frecherFrosch.design. Wir sind hier eine kleine Gemeinschaft und freuen uns über jeden, der mitmachen möchte - Sei ein Frosch und hol dir den Newsletter! Hier soll's Spaß machen!

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